Rezension: Die fünf Gaben

Die fünf Gaben von Rebecca Ross
ET: 28.02.2018 ║Carlsen ║ Fantasy, Jugendbuch
 13,99€ eBook ║ 19,99€ gebundene Ausgabe  ║ 496 Seiten

Inhalt

Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.

(Quelle: Carlsen)


Der erste Satz

Das Haus Magnalia galt als Bildungsanstalt, in der wohlhabende begabte Mädchen ihre Passion meisterten.


Meinung
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich eigentlich keine Gesichter auf Buchcover mag und diese Bücher dann in der Buchhandlung auch eher selten in die Hand nehme. Aber hier hat mich einfach der Klappentext überzeugt und die Ornamente, die je nach Lichteinfall in verschiedenen Farben schillern, haben mir auch sehr gut gefallen.
Mit dieser Rezension tue ich mich etwas schwer. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, aber bis zur Mitte hin zieht sich die Handlung dann doch ziemlich. Ich mag es zwar ausführlich, aber irgendwann sollte dann auch etwas passieren, damit die Spannung erhalten bleiben kann.
Man lernt Brienna und ihr Umfeld sehr genau kennen. Dies ist auch notwendig, um sich mit der Vergangenheit, die eine ziemlich große Rolle spielt, und auch mit der Zukunft auseinandersetzen zu können. Die Handlung nimmt erst so richtig an Fahrt auf, als Brienna im Reich Maevana ankommt. Wer in der Geschichte allerdings nach viel Action sucht, der wird meiner Meinung nach enttäuscht werden. Aber ich habe sie ehrlich gesagt gar nicht vermisst, denn die Spannung zieht sich komplett durch die zweite Buchhälfte wie ein roter Faden und eine Überraschung jagt die nächste.
Die Romantik kommt natürlich auch nicht zu kurz. Die Beziehung zwischen den Liebenden spielt sich eher im Hintergrund ab und drängt sich nicht auf. Die Romanze entwickelt sich langsam, aber dadurch umso glaubwürdiger.
Brienna ist zu Beginn ein sehr unsicheres Mädchen, das allerdings das Herz am rechten Fleck hat. Im Lauf der Geschichte entwickelt sie immer mehr Mut und lässt sich von nichts abhalten. Brienna kämpft für das, was sie will. Auch wenn sie sich dafür in Gefahr begeben muss. Durch ihre tapfere Art konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Entscheidungen zu jeder Zeit nachvollziehen. Das Geheimnis um ihre Herkunft hat mich wahnsinnig neugierig gemacht und ich wollte unbedingt mehr erfahren. Hier möchte ich noch erwähnen: Wenn ihr nichts über Brienna`s Abstammung wissen möchtet, dann schaut Euch die Stammbäume, die Ihr am Anfang des Buches findet, erst nach dem Lesen an. Das sorgt meiner Meinung nach für mehr Spannung und Überraschung.
Der Schreibstil der Autorin war sehr ausführlich und angenehm zu lesen. Rebecca Ross hat eine magische Welt mit einem Hauch Historik erschaffen, in die ich nur zu gern entführt wurde.  Alle Protagonisten waren sehr tiefgründig und wirkten authentisch auf mich. Etwas schade fand ich allerdings, dass die Gaben nicht im Mittelpunkt der Geschichte standen. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, über die Ausübung, Wirkung, Nutzen etc. . Aber vielleicht erfährt man in den Nachfolgebänden mehr darüber.

Fazit

„Die fünf Gaben“ hat mir meine Entscheidung über die Punktevergabe nicht einfach gemacht.  Ich wurde regelrecht in die magische Geschichte gesogen und erlebte ab der zweiten Hälfte eine aufregende und spannende Zeit mit Brienna, die ich sehr genoss. Es hat viel Spaß gemacht, ihre Entwicklung zur starken Protagonistin mitzuerleben und die Abenteuer gemeinsam mit ihr zu bestreiten. Durch die zähe Entwicklung in der ersten Hälfte, die teilweise etwas langatmig gewirkt hat, hat es leider nicht zum Herzensbuch gereicht.

3 Kommentare zu „Rezension: Die fünf Gaben

  1. Hey Sandra,

    interessante Rezension zum Buch. Ich muss sagen ich hatte es tatsächlich schon mehrmals in der Hand konnte mich aber nie dazu durchringen es zu kaufen. Nach deiner Rezension werde ich es wohl auch lassen. Du hast viele Punkte angesprochen, die mich auch stören würden. Z. B. das mit den Gaben. Das Buch heißt „Die fünf Gaben“ und ich fände es glaube ich ziemlich enttäuschend, wenn diese dann nicht wirklich im Zentrum der Geschichte stehen würden.

    Liebe Grüße
    Ella <3

    1. Liebe Ella,

      bitte entschuldige meine späte Antwort. Ich war durch die blöde Grippe inkl. Bronchitis und Lungenentzündung außer Gefecht gesetzt. :(

      Die Bewertung ist mir wirklich nicht leicht gefallen. Ich fand es wirklich schade, dass die Gaben nicht mehr im Mittelpunkt standen. Vielleicht kannst Du Dir die Leseprobe mal ansehen und dann entscheiden? :)

      Ganz liebe Grüße,
      Sandra

      1. Hey Sandra,

        ach kein Thema, wir sind ja schließlich nicht mit unserem Blog verwachsen. (Ein Glück! ^^) Die Leseprobe liegt glaube ich noch bei mir zu Hause von der Messe. Mal schauen ob ich die noch lese. Aktuell ist mein Interesse an dem Buch aber deutlich gesunken.

        Alles Liebe
        Ella <3

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