Fluch oder Segen der Likes – interessiert eigentlich der Mensch hinter dem Blog?

Herzlich Willkommen ihr Lieben zu einem weiteren Bloggeflüster!

Heute möchte ich mich zu einem Thema äußern, das mich schon sehr lange beschäftigt. Wird sich eigentlich auch für den Mensch hinter dem Blog interessiert oder zählen nur die Likes bzw. Followerzahlen?

Ich habe lange mit mir gehadert, diesen Beitrag zu schreiben. Und als er geschrieben war, ihn überhaupt zu veröffentlichen.

Auf den ersten Blick erscheine ich als Bloggerneuling. Neuer Blog mit wenigen Followern, neue Facebookseite mit unter 300 Likes. ABER ich blogge nun schon seit über 3 Jahren und habe in dieser Zeit gute, wie auch weniger gute Erfahrungen gemacht.

Vielleicht kennt ihr noch Wurm sucht Buch? Zusammen mit Krisi hatte ich über 5.000 Follower und Likes. Immer wieder hörten wir, wir würden zu den „Großen“ gehören. Das hat uns sehr verwundert, denn wir waren doch einfach nur wir. Nicht klein, nicht groß – einfach nur wir. Blogger schauten zu uns auf, Autoren und Verlage rissen sich schon förmlich um uns. Wir bekamen so viele Bücher, auch ungefragt, zugeschickt, dass wir kaum noch mit dem Lesen hinterherkamen. Wir versuchten alles zu schaffen, lesen, rezensieren, fotografieren, Beiträge erstellen und teilen uvm. Wir setzten uns so unter Druck, dass der Spaß auf der Strecke blieb. Und das über einen nicht gerade kurzen Zeitraum. Versteht mich bitte nicht falsch, wir genossen den Kontakt und den Austausch, vor allem zu unseren Followern, aber auch zu den Verlagen und Autoren. Aber jetzt kommt das, was mich eigentlich daran schockiert hat. Es gab kaum eine Wertschätzung dafür. Alles wurde als Selbstverständlichkeit gehalten. Wir fühlten uns als billige Werbeplattform, wir als Menschen wurden nicht gesehen. Gesehen wurden nur die über 5.000 Follower und die damit verbundene Reichweite. Doch kümmerte sich jemand darum, wie wir uns damit fühlten? Nein! Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren und auch niemanden angreifen, wahrscheinlich war das den Verlagen und Autoren einfach nicht bewusst.

Sehr oft bekamen wir unpersönliche Nachrichten. Am meisten haben uns die Nachrichten geärgert, in der wir als einzelner No Name angeschrieben wurden: „Hallo Du, mein Buch erscheint am xx, kannst du es auf deiner Seite vorstellen?“ Nein, können wir nicht! Es wurde sich überhaupt nicht die Mühe gemacht, sich unseren Blog nur ein wenig anzusehen. Denn dann wäre aufgefallen, dass wir den Blog zu zweit führen und nicht eine einzelne Person ohne Namen. Das stimmte uns sehr traurig und wir reagierten teilweise gar nicht mehr auf solche Nachrichten.

Nun möchte ich mich natürlich noch bei den lieben Menschen bedanken, die uns Blogger und unsere Arbeit, die wir alle mit viel Herzblut erledigen, nicht als selbstverständlich betrachten. Mein Dank gilt all denjenigen, die uns als Menschen sehen, egal wie viele Likes und Follower wir haben, die Rücksicht auf unsere Gefühle nehmen und uns einfach so mögen, wie wir sind!

Ich hoffe, durch meinen Beitrag fühlt sich niemand persönlich angegriffen. Denn ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass hinter jedem Blog ein Mensch mit Gefühlen steht!

Alles Liebe,

 

5 Kommentare zu „Fluch oder Segen der Likes – interessiert eigentlich der Mensch hinter dem Blog?

  1. Social Media ist Werbung im Weitesten Sinne. Leider wahr. Tiefe darf man im Netz mit seiner Bloggerei nicht suchen. Das erlebe ich seit über sieben Jahren. Es geht um die Generierung von Aufmerksamkeit. Immer. Oft geht das nur im Tausch. Ich habe mich lange damit beschäftigt aber so funktioniert das Medium. Das ist der Preis der zu zahlen ist. Entweder man akzeptiert wie das Spiel läuft oder nicht. Ich bin bei „oder nicht“ gelandet und renne keinem Klick hinterher. Sehe ich nicht ein. Die Folge ist dass mich nur wenig Menschen lesen. So ist das. Trommeln gehört zum Geschäft nur dass es hier virtueller Natur ist.

    LG
    Sultanine

    1. Liebe Sultanine,

      aber gerade in der heutigen Zeit ist es doch wichtig, dass man die Menschlichkeit nicht verliert und jeden so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte. Natürlich geht es überall nur noch um die Generierung von Aufmerksamkeit. Aber es gibt durchaus auch Anfragen von Autoren und Verlagen, bei denen man merkt, dass die Bloggerarbeit sehr gewertschätzt wird.
      Ich freue mich über jeden Klick, jeden neuen Follower und jeden Kommentar, bin allerdings auch nicht darauf aus, dass ich jedem Klick hinterherrenne. ;)
      Entweder man mag mich oder eben nicht.
      Trommeln gehört selbstverständlich zum Geschäft, aber das geht doch sicher auch gefühlvoll. :)

      Alles Liebe,
      Sandra

  2. Hallo Frau Parise,
    über die FB-Seite von Kristin Schöllkopf bin ich hier gelandet. Krisi hat bei »Wurm sucht Buch« die allererste Rezension zu meinem ersten Buch geschrieben. Damals habe ich mich sehr über die
    4 Sterne bzw. 8 Würmer gefreut. Ich konnte vor Aufregung kaum schlafen. Vor einigen Tagen bin ich (ich weiß nicht mehr wie) bei FB über den Rabenwaldverlag und Kristin gestolpert. Ich persönlich interessiere mich für die Menschen hinter den Blogs. Damals (Ende 2016) bin über die Seite
    rezi-suche.de auf Wurm sucht Buch aufmerksam geworden. Krisi hat damals sehr schnell auf meine Anfrage geantwortet und auch die Rezension war kurze Zeit später schon fertig. Ich hatte noch mehrere Blogs bezüglich Rezensionen angeschrieben, von denen nur ein Teil geantwortet hat, und nicht alle, die geantwortet haben (und ein Rezi-Exemplar bekommen haben) haben tatsächlich auch eine Rezension geschrieben. Es gibt also auf beiden Seiten »Solche und Solche«.
    Ich freue mich, dass Sie trotz unerfreulicher Erfahrungen wieder einen Blog ins Leben gerufen haben. Damals war es für mich als Selfpublisher wichtig, Rezensionen zu bekommen, und Blogs waren für mich die einzige Möglichkeit.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg mit dem Blog.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günther Höfers

    1. Lieber Herr Höfers,

      vielen lieben Dank, auch Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg! :)

      Natürlich gibt es auch auf der Bloggerseite schwarze Schafe, die gibt es ja leider überall. Das finde ich persönlich sehr schade. Denn wenn ich ein Reziexemplar bekomme, dann schreibe ich auch eine Rezension bzw. nehme Kontakt mit dem jeweiligen Autor auf.
      Ich denke, da müssen wahrscheinlich beide Seiten auch schlechte Erfahrungen machen, um zu lernen, nicht alles an sich ran zu lassen.
      Da Krisi mittlerweile selbst als Autorin tätig ist, kenne ich auch die Sicht aus der anderen Perspektive. Das ist sehr hilfreich für meine Bloggertätigkeit und zeigt mir einmal mehr, wie wichtig doch die Blogarbeit und die Buchbesprechungen für jeden einzelnen Autor sind. :)

      Alles Liebe,
      Sandra

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