Sensibel und wahnsinnig emotional | Ich bin (nicht) ich

 
Ich bin (nicht) ich von Kristin Schöllkopf
ET: 11.03.2019 ║ Independently published
2,99€ eBook ║ 8,55€ Taschenbuch ║ 243 Seiten
Das Buch/eBook kaufen? Amazon

Inhalt

»Krankheiten sind Wellen. Manche Menschen reiten sie und kommen durchs Leben, andere ertrinken. Sicher ist man nie, aber es ist wichtig, zu kämpfen.«Emma hat eine bipolare Störung und das weiß sie. Deshalb findet sie sich mit ihren zwanzig Jahren nicht an einer Universität oder in einem Job wieder, sondern in einer psychiatrischen Klinik. Dort trifft sie Menschen, die sich ein Schicksal mit ihr teilen, und stellt sich immer wieder die eine Frage: Wer bin ich?

(Quelle: Kristin Schöllkopf)


Meinung

Noch nie ist es mir so schwergefallen, eine Rezension zu schreiben. Ich befürchte, dass meine Worte dem Buch nicht einmal ansatzweise gerecht werden. Aber ich versuche es einfach.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Ich hatte sofort einen Draht zu Emma, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist. Dadurch fand ich mich mitten im Geschehen wieder und konnte ihre Gefühle miterleben. Ihre ständigen, aus heiterem Himmel auftauchenden, Gefühlschwankungen gingen mir sehr nahe. Sie tat mir so unendlich leid und ich wollte ihr einfach nur helfen. Dieses Buch hat mir die Krankheit nähergebracht und ich kann jetzt vieles so gut verstehen und nachvollziehen.

Die Handlung ist wahnsinnig emotional und berührend. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, weil ich mich Emma so verbunden gefühlt habe. Auch Emma`s Mitpatienten, die u. a. an Borderline, Depressionen und Burn out erkrankt sind, sind tiefgründig und real dargestellt. Ich hatte das Gefühl, dass ich jeden einzelnen von ihnen kenne. Nach und nach entwickeln sich aus gefühlvollen Gesprächen tiefe Freundschaften, die so authentisch und greifbar sind, als ob ich selbst Teil davon wäre.

Der Schreibstil von Kristin ist emotional und mitreißend. Sie haucht jedem ihrer Charakter Leben ein, sodass ich glaubte, ich wäre mittendrin. Auch der Klinikalltag war für mich sehr realistisch beschrieben. Durch ungeahnte Wendungen wurde der Spannungsbogen permanent hochgehalten und ich flog nur so durch die Seiten.


Fazit

Auch wenn es jetzt kitschig klingt, aber dieses Buch hat meine Seele berührt und mich gleichzeitig bis ins Mark erschüttert. Psychische Erkrankungen werde immer totgeschwiegen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen mehr darüber lesen und sich mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen würden.

Auch lange Zeit, nachdem ich „Ich bin (nicht) ich“ gelesen habe, beschäftigt es mich noch. Für mich ist es ein absolutes Jahreshighlight und deshalb auch mein


Vielen Dank an Kristin Schöllkopf für das Rezensionsexemplar und das mir entgegengebrachte Vertrauen!
 
Alles Liebe,

©Foto: Sandra Parise
Cover: Kristin Schöllkopf
Bewertung: Octotype™

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.